Samstag, 10. Mai 2008

Freie Gnade



Das Evangelium des Calvinismus ist nicht, wie gerade beschrieben: "Vielleicht liebt dich Gott nicht." Die Verkündigung der Apostel war "Tu Buße und Glaube!", nicht "Das ist es, was Gott für dich getan hat." Vielleicht ist das Problem, dass wir das Evangelium durch unsere Emotionen und Erfahrungen beurteilen, anstatt viel mehr an Hand des unfehlbaren, unveränderlichen, inspirierten Wortes Gottes. Ich habe keine Antwort auf Johannes 6, Epheser 1, Römer 8 und 9, 1. Timotheus 2 gehört. Ich habe keine Antwort, keine Exegese gehört, die sagt: "Nein, der Text sagt nicht, dass Gott bedingungslos erwählt.". Alles, was ich gehört habe ist: "Wenn wir das glauben, können wir nicht evangelisieren, wie ich evangelisiere." Vielleicht sagt uns das etwas. Vielleicht müssen wir aufhören das Evangelium zu verkündigen "Was wirst du mit Jesus machen?" und anfangen es so zu verkündigen, wie es die Bibel präsentiert: "Was wird Christus mit dir machen?" Er ist der souveräne König. Und das Bild von Jesus, dass er vor der klinkenlosen Tür steht in Offenbarung 3,20 und klopft?...Erstens: In Offenbarung 3,20 geht es um die Gemeinde. Zweitens: Es gab auch keine Klinke am Grab von Lazarus und das hat Jesus auch nicht aufgehalten. Es tut mir leid meine Freunde, aber ich bin es Leid Jesus als schwachen Bettler präsentiert zu sehen. Er ist ein machtvoller Retter und das Evangelium ist keine Empfehlung - es ist ein Befehl. Wir müssen das Evangelium so verkündigen, wie es die Apostel gemacht haben. Sie haben die Welt auf den Kopf gestellt, aber aus irgendeinem Grund stellt die Welt jetzt die Gemeinde auf den Kopf - Vielleicht ist das der Grund dafür.
Wisst ihr, die selbe Bibel, die Johannes 3,16 sagt, sagt auch in Josua 11,20:

Denn vom HERRN kam es, dass sie ihr Herz verstockten, so dass es zum Krieg mit Israel kam, damit an ihnen der Bann vollstreckt würde, ohne dass ihnen Gnade widerführe, sondern dass sie vernichtet würden, wie der HERR dem Mose befohlen hatte.

Die selbe Schrift sagt in Jesaja 63,17:


Warum, HERR, lässt du uns von deinen Wegen abirren, verhärtest unser Herz, dass wir dich nicht fürchten?...


Das ist der selbe inspirierte Text, der auch in Johannes 3 vorliegt. Ich habe hervorgehoben, dass der selbe Johannes auch Johannes 6 und Johannes 10 geschrieben hat. Aber ich möchte noch mal auf Johannes 3 zurück kommen. So viele von uns haben es in einem traditionellen Kontext gehört, sodass wir manchmal vergessen, was der Text einfach sagt. Erinnert ihr euch an die beiden Verse davor? Es geht um Mose, wie er die Schlange in der Wüste erhöht hat. Der Kontrast zur Welt ist folgender: Für Israel gab es die Schlange um gerettet zu werden und nicht ganz Israel hat auf die Schlange geschaut. Alle, die nicht auf sie geschaut haben, sind gestorben. Gott zeigt eine größere Liebe, nicht nur für Israel, sondern er zeigt seine Liebe für die ganze Welt darin, dass er seinen Sohn hingibt. Aber beachtet etwas: So viele Menschen lesen das aus ihrer Tradition heraus und sie lesen "jeder" und sagen: "Siehst du - Keine Erwählung!". Aber viele von euch wissen, dass das nicht das ist, was Joh 3,16 sagt. Wörtlich heißt es "Gott gab seinen Sohn, sodass JEDER GLAUBENDE, JEDER DER AN CHRISTUS GLAUBT, ewiges Leben habe." Tut das jeder? Habt ihr schon bemerkt, dass da eine Besonderheit ist, in Joh 3,16? Wenn das nur eine allgemeine Liebe ist, wenn es keine besondere rettende Liebe gibt, wenn Gottes Herz ewig zerbrochen sein wird, weil er diese Person, welche an der Schwelle zur Hölle steht und in Hass zu ihm schreit, genauso sehr liebt wie diejenigen, die sich in Ehrerbietung vor ihm verneigen, wenn Gott den Rest der Ewigkeit unglücklich sein wird, warum sagt die Stelle dann, dass der Grund für das Geben darin liegt, dass DIE GLAUBENDEN ewiges Leben bekommen? Johannes 3 ist konsistent mit Johannes 6 und Johannes 6 ist konsistent mit Johannes 10 und Johannes 10 ist konsistent mit Johannes 17 und in Johannes 17, im hohepriesterlichen Gebet, sagt Jesus "ich bete nicht für die Welt, ich bete für die, die du mir aus der Welt gegeben hat". In der Nacht vor dem Verrat, in der Nacht bevor er sich als Opfer hingibt sagt er: "Ich bete nicht für die Welt." Du sagst: "Mir gefällt es nicht, das zu hören. Ich höre es nicht gerne, wenn Jesus in Johannes 10 zu den Pharisäern sagt: >>Meine Schafe hören meine Stimme. Der Grund, warum ihr mich nicht hört ist, weil ihr nicht meine Schafe seid<<" Wir wollen das umdrehen. Wir wollen es rückwärts betrachten. "Nein, nein, nein, ich kann bestimmen, ob ich sein Schaf bin, wann immer ich will." Könnt ihr euch einen Hirten vorstellen, der nie weiß, wer seine Schafe sind, weil die Schafe überlegen "Hm..ich weiß nicht, ob ich ihn heute als meinen Hirten haben will. Vielleicht geh ich zu dieser Herde." Der Hirte wählt seine Schafe - und der, der sein Leben für seine Schafe hingibt. Das ist ein wichtiges Thema. Das ist ein wichtiges Thema. Am kommenden Freitag werde ich mit einem mormonischen Gelehrten eine Debatte über die Natur der Sünde haben. Mormonen haben keine biblische Lehre über Sünde. Deshalb haben sie keine biblische Lehre über Gnade. Gnade, um wirklich Gnade zu sein, muss frei sein. Sie kann nicht verlangt werden. Du kannst nicht sagen: "Gott muss die selbe Gnade jeder einzelnen Person zeigen!" Dann ist das keine Gnade. Wenn der Gouverneur des Staates die souveräne Macht seines Amtes ausübt, um eine Person auf der Todesliste zu begnadigen, dann steht er unter keiner moralischen Verpflichtung jeden auf der Todesliste zu begnadigen. Gnade, um Gottes Gnade zu sein, muss absolut frei sein. Sie muss auf Gottes gutem Ziel basieren und nicht auf irgendetwas in uns. Deshalb, wenn man die goldene Kette der Erlösung in Römer 8 liest: Jedes Verb dort ist etwas, was Gott tut. Gott erkennt! Das heißt nicht, dass er in die Zukunft schaut. Das ist ein aktives Verb. Es bedeutet, sich zu entscheiden in eine Liebesbeziehung zu treten. Er erkennt! Er bestimmt vorher! Er beruft! Er rechtfertigt! Er verherrlicht! Man kann diese Kette nicht zerstören. Und das ist ein Evangelium mit Kraft. Das ist das Evangelium, das Gott ehrt. Meine Freunde, Ich kann niemanden von euch dazu bringen Emotionen und Tradition abzulegen und einfach nur zur Schrift zu kommen. Aber ich kann versuchen es für euch zu modellieren. Wenn du dich selbst hören kannst, wie du, die Worte aus Römer 9 sagst, nachdem Gott sagt "Ich werde mich erbarmen, wem ich will und ich werde verhärten wen ich will.", dann musst du eine Entscheidung treffen. Du kannst sagen "Mir gefällt das nicht." Ich habe eine Person getroffen, die - nachdem ich diese Passage vorgelesen habe - gesagt hat "Ich würde niemals so einen Gott anbeten!". Meine Antwort ist: "Ich weiß." Bevor Gott nicht dein Herz verändert, dein Herz aus Stein raus nimmt und ein Herz aus Fleisch einsetzt, wirst du es niemals tun. Du wirst es niemals tun. Mein Freund, wenn du ein Gläubiger bist und Gott dir das Herz aus Stein rausgenommen hat und dir das Herz aus Fleisch gegeben hat, hoffe ich, dass du das Echo deiner Worte hören kannst, was hiernach folgt: "Du wirst nun zu mir sagen: Warum tadelt er noch? Denn wer hat seinem Willen widerstanden?" "Wer bist du, O Mensch, der du das Wort nimmst gegen Gott?" Und das ist die Antwort zu der Debatte in dieser Nacht. Gott ist Gott und ich nicht, wie Steven Curtis Chapman heute sagt. Ich liebe das. Gott ist Gott und ich nicht. Gott ist Gott und ich bin Mensch. Und das ist die wichtigste Beobachtung, die wir diesen Abend machen können. Gott ist souverän, ich nicht. Ich wurde durch seine souveräne Kraft geformt. Er hat ein Recht auf mich. Das erstaunliche daran ist nicht, dass er sich entschließt seinen Zorn zu zeigen, denn wenn du dein Herz kennen würdest...du hast es verdient. Das erstaunliche an der Erwählung ist, dass er einen Sünder wie mich genommen hat. Und er hat mich gerettet. Das ist die Herrlichkeit des Evangeliums. Danke.